Ausrüstung

Es ist nur Werkzeug - eine Vorbemerkung

In der Welt der Fotografie sind Kameras, Objektive und Zubehör oft Statussymbole. Manche Fotografen schwören auf bestimmte Hersteller und schätzen alles andere gering. Doch bei aller Begeisterung für Technik und Marken - und ja, ich liebe Kameras - sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: 

Es ist nur Werkzeug.

Ein hochwertiges Kamera-Setup kann beeindruckend aussehen, doch letztlich entscheidet nicht allein die Marke oder der Preis über die Qualität eines Fotos. Das wichtigste Werkzeug ist die Kreativität, das Auge für den Moment und die Fähigkeit, das Licht und die Szenerie so einzufangen, dass das Bild eine Geschichte erzählt, Emotionen auslöst und im Gedächtnis bleibt. Kein teures Objektiv, kein edles Gehäuse kann eine langweilige Komposition oder mangelnde Sensibilität ausgleichen.

Markensnobismus und die Abwertung anderer Ausrüstung führen nur dazu, dass sich Fotografen gegenseitig vergleichen und bewerten, anstatt voneinander zu lernen. Es entsteht der Eindruck, dass nur die teuerste Ausrüstung zu guten Bildern führt. Das ist jedoch ein Irrglaube. Viele großartige Fotografien wurden mit günstiger oder sogar einfacher Ausrüstung gemacht. Es kommt auf die Intention, die Technik und die Erfahrung des Fotografen an - und ein wenig Glück schadet auch nie.

Letztlich sollte man sich bewusst machen: Werkzeug ist nur so gut wie der Mensch, der es benutzt. Die Leidenschaft und das Engagement für die Fotografie sind die wahren Treiber für beeindruckende Bilder. Anstatt uns auf Marken und Statussymbole zu konzentrieren, sollten wir unsere Energie in das Lernen und Verbessern unserer Fähigkeiten investieren.

Denn am Ende zählt nicht, was auf der Kamera steht, sondern was im Herzen und im Kopf eines Fotografen passiert. Das wahre Werkzeug für großartige Bilder ist die Kreativität und die Fähigkeit, den Moment zu sehen - alles andere ist nur Zubehör. 

Werkzeuge im Wandel - meine Ausrüstungsreise

Meine ersten Schritte in die Welt der Fotografie begannen mit der kindlichen Faszination für eine Agfa Silette meines Großvaters aus den 50er Jahren. Ich erinnere mich noch gut an den Eindruck, den das Gerät mit den ebenso faszinierenden wie kryptischen Beschriftungen auf mich machte, verpackt in einer braunen, geformten Ledertasche mit der klassischen geprägten Agfa-Raute auf der Front. Nachdem das Modell bereits in den 80ern nicht mehr das neueste und bereits durch ein anderes ersetzt worden war, durfte ich damit als Heranwachsender die ersten zarten Gehversuche unternehmen.  

Das Privileg, in einem fotoaffinen Haushalt aufzuwachsen erlaubte außerdem den spielerischen Umgang mit Legenden wie der berümten Pocketkamera (ebenfalls Agfa) und später mit der Revue Spiegelreflex (Foto Quelle) nebst passendem Objektivpark meines Vaters. Letztere durfte sogar mit auf Klassenfahrt.

Über den nächsten "Meilenstein" stolperte ich im lokalen Fotogeschäft (ja, sowas gab es damals Mitte der 90er noch recht flächendeckend). Mein Blick fiel damals auf eine Canon IXUS. Der Winzling mit dem coolen neuen APS Film, den man nur noch in die Kamera "werfen" musste, hatte mein Herz im Sturm erobert und kam - vom Sparbuch finanziert - mit nach Hause. Die Kompaktkamera steckte fortan immer in meiner Tasche und war ständiger Begleiter auf zahlreichen Urlauben, bei denen ich oft das coole Panoramaformat (in der Retrospektive etwas zu exzessiv) nutzte. Meine Frau (damals noch Freundin) hatte damals im übrigen eine Olympus Superzoom in Verwendung, die mir ebenfalls viel Spaß machte.

Dann kam die digitale "Revolution" und mit ihr eine Canon PowerShot S20 mit sensationellen 3,3 Megapixeln (!). Ab den 2000er Jahren wurden meine Kameras wieder signifikant größer und meine fotografischen Bemühungen wieder ernsthafter. Von der Minolta Z1 kam ich  zur Nikon D80, mit der ich die ersten "vorsätzlich" fotografierten Bilder von Reisen mit nach Hause brachte.

Irgendwann Anfang der 2010er Jahre begann für uns die Zeit der Trekkingtouren, Rad- und Motorradreisen. Hinsichtlich des fotografischen Equipments führte mich das kurz später zu Olympus und dem handlichen, aber leistungsstarken MFT Format. Die OMD-EM 10 war die erste Vertreterin ihrer Gattung. Ich blieb dem System auch nach Übernahme der Kameraparte von Olympus durch OM System mit der OM-1 treu. 

Mit der Professionalisierung meiner Fotografie und der Ausbildung zum Fotodesigner kehrte ich schließlich zurück zu Nikon. Eine Entscheidung, die sich bis heute richtig anfühlt. Ich bin zu Hause...

Setup heute

Hauptsächlich im Gebrauch ist derzeit folgendes Equipment:

Kameras 

  • Nikon Z8
  • Nikon Z6III
  • Nikon Z50II

Glas

  • Nikkor Z 50 mm f/1,8 S
  • Nikkor Z 24 -120mm f/4 S
  • Viltrox AF 16mm f/1.8
  • Viltrox AF 135mm f/1.8 
  • Tamron 90mm f/2.8 Di III MACRO VXD
  • Tamron 150-500mm f/5-6.7 Di III VC VXD

Licht

  • Godox 
  • Godox

uvm...
 


 

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